Fahrradtour nach Afrika – Training – Erste Überraschungen

Fahrradtour nach Afrika – Training – Erste Überraschungen

13.02.2021 – Mein Training für meine Fahrradtour nach Afrika enthielt erste Überraschungen. Aber der Reihe nach.
Jetzt habe ich schon zwei weitere lange Touren mit dem Fahrrad gemacht und beide gut überstanden. Die Erste war letzten Freitag Richtung Vilafranca de Penedes, da wo der bekannte Freixenet Sekt herkommt. Es war eine Tour von 46 km und zusätzlich einem Höhenunterschied von über 500 m, denn zwischen der Küste und der Penedes liegen die Berge des Garraf. Sie sind zwar nicht sehr hoch, aber man merkt es schon. Für trainierte Fahrradfahrer mag das nicht viel klingen, aber für mich als Anfänger war es eine Herausforderung.

Der Unterschied zwischen einem Autofahrerlebnis und einem Fahrradfahrerlebnis

Vor allem dachte ich immer, das es eine recht flache Strecke ist, da ich sie schon mehrfach mit dem Auto gefahren war, aber diesmal, mit dem Fahrrad habe ich gemerkt, dass ich mich da ziemlich getäuscht habe.

Als ich die ersten 10 km Talstrecke hinter mir hatte, habe ich erst die 7 km permanenten Aufstieg gesehen. Es ging dann aber doch besser als ich gedacht habe und ich bin mit nur einem kleinen Stopp durchgefahren.

Aber wie man sieht, darf man sich nicht auf seine Eindrücke beim Autofahren verlassen.

Diese Tour war recht anstrengend für die Knie und trotzdem setzten nach der Tour keine größeren Beschwerden ein. Ich bin gemütlich gefahren und habe auch ein zwei Pausen gemacht. Und so brauchte ich für die 46 km ungefähr 4 Stunden, 3 Stunden Fahrtzeit.

Entlang der Costa Daurada

Die nächste Tour habe ich dann gestern gemacht, an der Küste entlang und daher auch nicht mit so viel Höhenunterschieden. Dafür war sie aber auch 20 km länger, also insgesamt fast 67 km.

Es war eine wunderschöne Tour. Es gibt einfach wunderschöne Ecken hier, wenn man die Küste hinunterfährt. Und mit dem Fahrrad ist es auch fast immer möglich direkt an der Küste und den Stränden entlangzufahren, was man mit dem Auto nicht kann.

Fahrradtour nach Afrka - erste Überraschungen

Insofern war es auch eine Entdeckungstour für mich, denn obwohl ich natürlich mit dem Auto schon oft durch alle Orte gefahren bin, die auf der Strecke liegen, habe ich viele Teile der Orte noch nie gesehen.

Freunde und Tapas

Außerdem bin ich bis zu einem Ort gefahren (Torredembarra), in dem es eine Kneipe/Restaurant namens „Kult“ gibt, in dem vor Corona oft Konzerte stattgefunden haben und in dem ich auch schon mit meiner Band „Dr. Moreau’s“ gespielt habe. Und so nutzte ich dann auch die Gelegenheit, um dort Freunde zu treffen und ein paar Tapas (spanische Vorspeisen) zu essen.

Das Wetter war gemischt, auf der Rückfahrt hat es ein paar Tropfen geregnet. Aber es hat überhaupt nicht gestört. Ich bin sehr froh, dass ich diese Tour geschafft habe, denn sie war bisher meine längste Strecke und eine neue Herausforderung für mich. Ich habe die Tour genossen.

Als ich nach Hause kam, habe ich allerdings gemerkt, das auch meine Knie an der Grenze angelangt waren. Also habe ich mir ein Kühlkissen auf die Knie gelegt und das hat wirklich hervorragend geholfen. Heute hatte ich keine Knieprobleme.

Alles zu seiner Zeit

Und Stimmungsmäßig geht es mir auch ein bisschen besser. Ich hatte mich in letzter Zeit sehr unter Druck gesetzt, weil ich so viele Sachen machen wollte: lesen, schreiben, Sport machen, Musik machen, mich um meine Familie kümmern, für die Reise recherchieren, mich im Qigong weiterbilden – mal von dem täglichen Meditieren und den Qigong-Übungen abgesehen – und dann habe ich ja auch noch Unterrichtsklassen. Das hat dann bei mir die schlechte Laune ausgelöst, da ich immer dachte: „Eigentlich wollte ich ja noch dies machen, und eigentlich wollte ich ja noch jenes machen …“ Und das führt dann natürlich zu Frustration, da so viele Dinge gleichzeitig einfach nicht möglich sind.

So habe ich mich gefragt: „Warum setzt du dich eigentlich so unter Druck, wenn das Einzige, was du wirklich willst, ist glücklich zu sein?“ – und zwar möglichst in jedem Moment.

Tja, und das hat dann bei mir einen Moment des Innehaltens ausgelöst. Und ich habe mir gesagt: „Ja, das ist vollkommen richtig. Eigentlich mache ich ja alles nur, um glücklich zu sein. Und wie soll ich glücklich sein, wenn ich mich selbst unter Druck setze und mich durch die Sachen, die ich nicht mache, frustriere.“

Also habe ich mir jetzt den alten Leitspruch zum Gesetz gemacht:
Alles zu seiner Zeit!

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