Was macht man wenn … Schreiben als Therapie

Was macht man wenn … Schreiben als Therapie

Foto von GemGemRemy aus Pixabay

Was macht man, wenn man nicht weiß, was man tun soll? Wenn man nicht weiß, wie man aus dieser aussichtslosen Situation wieder herauskommen soll? Man kann sich zum Beispiel hinsetzen und anfangen zu schreiben. Schreiben als Therapie? Aber worüber soll man schon schreiben? Über seine Frustration, über die Ohnmacht, die man fühlt, weil man wirklich nicht weiß wie es weiter nach vorne gehen soll. Oder kann dir das Schreiben auch eine Antwort geben. Kann es dich zu einem Punkt leiten, kann es dir Lösungen aufzeigen? Mal sehen.

Machen wir doch einfach diese Schreibtherapie. Was kommt dir in den Sinn? Was kannst du aufschreiben, von dem es sich lohnt den weißen Bildschirm mit kleinen schwarzen Zeichen vollzumalen?

Die Wüste des Burning Man

Eine Wüste, ich denke an eine Wüste, wie die Wüste des Burning Man, die ich leider nicht kenne, aber die ich gerne kennenlernen würde. Burning Man, DAS Festival. Das Festival der Kreativität, das Festival der Extreme, das Festival für Leute, die bereit sind in die Wüste zu gehen und tagelang etwas zu erleben was einzigartig ist und was man wahrscheinlich sein ganzes Leben nicht vergisst.

Ein Festival um Spaß zu haben, zu tanzen, zu chillen, ausgeflippte Typen kennen zu lernen und ganz viel Kunst, Spontanität und Kreativität. Ich habe schon viel davon gehört und gesehen. Und wahrscheinlich ist es jetzt auch nicht mehr so, wie es am Anfang war. Aber trotzdem muss es faszinierend sein.

Und kann man das als alter Knacker noch aushalten, die extreme Hitze, die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in der Wüste, ohne Komfort, mit Komfort?

Die Wüste meiner Emotionen

Warum ist mir jetzt dieses Bild gekommen? Vielleicht weil ich gerade in der Wüste sitze. In der Wüste meiner Emotionen. Einer Person, die ich sehr liebe, geht es sehr schlecht und sie scheint in einer ausweglosen Situation zu sein. Eine Situation, in der nur die Hoffnung als Weg in eine positive Richtung zu führen scheint.

Aber ist diese Hoffnung realistisch? Oder will ich mir nur etwas vormachen um nicht in den Abgrund schauen zu müssen. In den Abgrund meiner Angst. Ist meine Angst realistisch?

Ein Abgrund, wie ein Canyon in einer Wüste, schön und gefährlich zugleich. Du stehst am Rande des Canyons und sollst ins Leben vertrauen. Wie kannst du ins Leben vertrauen, wenn es doch so viele schreckliche Dinge im Leben gibt? Katastrophen, Kriege, Hungersnöte, Tod, Vergewaltigungen, rassistische Vertreibungen – Leiden, Leiden, Leiden. Und du sitzt hier und sollst hoffen?

Ja!

Es ist dein Luxus zu hoffen. Es ist deine einzige Möglichkeit dich an positiven Gedanken festzuhalten, denn an negativen kannst du dich nicht aufrichten. Die Wüste, Synonym für Dürre, Trockenheit und Tod. Und beim Burning Man sprießt das volle Leben aus der Wüste und wird zu einem so unglaublichen Spektakel, wie es die Welt vorher in dieser Form noch nie gesehen hat.

Hoffnung, Glaube, Vertrauen

– Taten die Energien freisetzen, die der Angst entgegen wirken. Der Angst wenn du am Abgrund stehst und dann die Schönheit erkennen kannst. Aber es ist nicht leicht. Es braucht deine ganze Energie. Es ist extrem. Doch es kann dir auch etwas extrem Einzigartiges bieten. Etwas, was du dein Leben lang nicht vergessen wirst.

Wenn es Hoffnung gibt, dann gibt es auch ganz klar einen Weg. Und wenn der Weg dich in die Wüste führt. dann ist es der einzig richtige Weg für deine Situation.

Interessant, diese Schreibtherapie.

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